Das tägliche Ritual

Es ist wieder so weit, Wochenanfang. Und es ist auch an anderer Stelle wieder so weit: Sommer ade, scheiden tut weh!
Daher fällt es jeden morgen schwieriger sich aus seinem warmen Nest zu schälen und raus in die Kälte zu stapfen. Aber bis dahin muss man es ja erstmal schaffen – schon der Weg durch den nicht-ganz-so-mollig-warmen Hausflur ins Bad erscheint einem wie eine sibirische Nachtwanderung.
“Naja, vielleicht war ja schon einer unterm Wasserfall…”.
Dann wäre wenigstens das Wasser direkt warm wenn man unter der Brause steht, kein minutenlanges Bibbern, Fühlen, Bibbern, Fühlen, Warmwasser weiter aufdrehen (das muss doch irgendwie schneller gehen), Fühlen, die aktuelle Wassertemperatur als akzeptabel deklarieren.
Irgendwann ist man dann soweit: fertig angezogen steht man im Hausflur, fast fertig angezogen, vor der Wahl der Jacke. Man sollte meinen, es sollte nicht allzu schwer sein sich zwischen der riesigen Auswahl von ganzen zwei (als Zahl: 2) Jacken zu entscheiden. Ist es aber. Ich fühle mich an die Wahl zwischen CDU und SPD erinnert. Also entscheide ich mich für die hässliche weniger hübsche Winterjacke. “Die ist einfach vernünftiger” denke ich und gehe hinter Martin zur Tür hinaus.

5 thoughts on “Das tägliche Ritual”

  1. Jaja, das ist mal wieder typisch, letzte Woche hab ich jeden morgen auf den heine warten müssen und jetzt auf einmal ist er so überpünktlich und beschwert sich wenn man mal 10 Minuten später loskommt….

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